Föderalismusfolgen im Bildungssystem

Das deutsche Bildungssystem folgt dem Prinzip der Kleinstaaterei. Die neue rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will nun eine Bundesratsinitiative zur Harmonisierung auf den Weg bringen.

Das Bildungssystem der Bundesrepublik ist selbst für Experten unübersichtlich. Sylvia Löhrmann, die neue Schulministerin in Nordrhein-Westfalen, ist für mehr Engagement des Bundes und einer Aufhebung des sogenannten Kooperationsverbotes. Demnach soll die Bundesregierung spezielle Förderprogramme, wie früher beim Ausbau der Ganztagsschulen, mitfinanzieren dürfen.

Vor vier Jahren hatte der Bund seine Kompetenzen im Bildungswesen stark eingeschränkt. Nun muss sich der Bund sehr anstrengen, um auch nur Kleinigkeiten in der Bildungspolitik ändern zu können.

Die Bürger fordern ein einheitliches Schulsystem. Umfragen haben ergeben, dass sich die Mehrzahl der Deutschen ein einheitliches Schulsystem wünscht. Die Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten immer mobiler geworden. Viele Menschen wechseln im Laufe ihres Lebens mehrfach den Wohnort und die Arbeitsstelle. Die Kinder sind dabei die Leidtragenden, da sie mit den Konsequenzen des föderalen Bildungswesens zu kämpfen haben.

Es bleiben Zweifel, ob dieser Bildungsvorstoß in letzter Konsequenz Zustimmung finden wird. Es werden wohl noch viele weitere lange Diskussionen folgen, bis es zu einer Einigung kommt.
.

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply