Die Neue Schule Hamburg

Die Neue Schule Hamburg (NSH) wurde 2007 unter anderem von der Popsängerin Nena und ihren Lebensgefährten Philipp Palm gegründet. Sie erregte großes Aufsehen und kaum einer bekam Einblick in die Vorgehensweise der Schule.

Mit einer »Inspirations- und Informationstagung« wagte die Schule vor einiger Zeit den Schritt hin zu mehr Transparenz und Öffentlichkeit. Besucher und Journalisten werden aber kritisch geprüft, vor allem von den Schülern selbst. Wer schließlich kommen darf, der darf sich ungehindert in der Altbauvilla in Rahlstedt, am Stadtrand von Hamburg, bewegen.

Die Schuhe werden am Eingang ausgezogen und auch alle bisherigen Vorstellungen von Schule sollte man bei Eintritt vergessen. In dieser Schule ist alles anders, es gibt keine Stundenpläne, keine festen Unterrichtszeiten, keine Klassenräume und natürlich auch keine Noten.
Dafür findet man Zimmer mit Gruppentischen, bequemen Couchen, eine Bibliothek, ein Chemielabor und Computerarbeitsplätze. Außerdem findet ein gemeinsames Mittagessen statt und in einem großen Saal mit Schafwolkenhimmel steht ein Konzertflügel.

Die Neue Schule Hamburg hatte Startschwierigkeiten und sorgte anfangs für Negativschlagzeilen. Für alle Beteiligten war dieses Konzept gewöhnungsbedürftig, denn Schüler und Lehrer sind gleichberechtigte Partner und entscheiden über alle organisatorischen Angelegenheiten gemeinsam. Inzwischen ist die Schule jedoch als staatlich genehmigte Ersatzschule etabliert und die Stadt Hamburg hat der Neuen Schule Hamburg von Januar 2011 eine Beteiligung von 85 Prozent an den Schülerjahreskosten zugesagt.

80 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren besuchen die Neue Schule Hamburg. Der Tag beginnt für sie um 9 Uhr und endet um 16 Uhr. Während dieser Zeit teilen sich die Schüler ihren Tag selbst ein. Acht Lehrer bieten Unterricht im Rechnen, Lesen, Schreiben und Sprachen an, aber die Teilnahme der Schüler beruht auf freiwilliger Basis.

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